„Ich war schwanger, nur leider als Mann“

Tim Klumpe

Alter: 35
Körpergrösse: 1,83 m
Körpergewicht vorher: 108 kg
Körpergewicht jetzt: 80 kg
Gewichtsverlust: -28 kg

Meine Gewichtsprobleme begannen erst relativ spät. Nach meiner Zeit bei der Bundeswehr bin ich nach Hamburg gezogen um meinen Techniker zu machen. Während dieser Zeit lebte ich in einer WG und wie es dort häufig ist, stand eher Fast Food auf dem Speiseplan anstatt sich ernsthaft mit gesunder und ausgewogener Ernährung zu befassen. Da das Feiern mit Freunden und dem ein oder anderen Bier dabei selbstverständlich nicht zu kurz kam, häuften sich bei mir die Kilos an.

Der Prozess lief schleichend und fand seinen Höhepunkt zur Schwangerschaft meiner Frau. Denn als vernünftiger Partner schloss ich mich ihr an und wurde ebenfalls „schwanger“, nur leider als Mann und natürlich ohne Kind im Bauch. Zu der Zeit brachte ich stolze 108 Kilo auf die Waage, worauf ich bei 1,83 m Körpergröße nicht wirklich stolz war!

Zu der Zeit wurde ich bei Facebook auf #MaikesReise aufmerksam. Wir kommen beide aus dem gleichen Ort, kennen uns also von früher und waren daher bei Facebook miteinander vernetzt. Nachdem ich meiner Frau davon erzählt und ihr die Bilder gezeigt hatte, lag sie mir nur noch in den Ohren, dass sie es auch mit dem Plan versuchen und endlich abnehmen wolle. Also suchten wir uns eine Beraterin in der Nähe und wurden in Hamburg fündig. Die 24 Kilometer pro Strecke waren es uns wert!

Unser erster Besuch überzeugte uns gleich so sehr, dass wir die gesamte Produktpalette kauften. Damit gab es dann aber auch kein zurück, das Geld sollte ja nicht umsonst gewesen sein. Als meine Frau nach zwei Tage zu mir sagte: „Schatz, ich glaube ich kann das nicht, du musst das alleine machen“, sagte ich nur: „Einen Teufel werde ich tun. Wir ziehen das jetzt zusammen durch! Du lagst mir so lange in den Ohren, so schnell steigst du nicht aus.“ Nach drei Tagen war dann der Schalter umgelegt und von da an lief es super. 

"Einmal sündigen verlängert deine Diät um zwei weitere Tage"

Ich fing mit Step 1 an und der erste Monat lief bombastisch. Ab der siebten Woche haben wir am Wochenende bereits einen Cheatday eingelegt, aber hier muss jedem klar sein, dass man für jeden dieser Tage hinten zwei dranhängen muss, um sein Wunschgewicht zu erreichen. Uns war es das aber wert und wir wollten so schlimme Heißhungerattacken vermeiden. Mit diesem Modell und einem planmäßigen Wechsel aus Stufe 1 und Stufe 2 ging es so positiv weiter, dass ich in circa vier Monaten bei 83 Kilo angelangt war. Da hing ich dann eine Weile fest, die letzten drei Kilo bis zu meinem Zielgewicht wollten einfach nicht runter. Aber ich habe durchgehalten und es durchgezogen und am Ende hat es sich ausgezahlt, ich habe die 80 Kilo erreicht.

Gewisse Ausnahmen sind für mich sehr wichtig und als wir jetzt im Urlaub waren, haben wir CWP gänzlich zuhause gelassen. Allerdings bedeutet das inzwischen nicht mehr, dass ich dann wie wild und unüberlegt esse. Da stelle ich immer wieder eine riesige Veränderung fest, die bei mir stattgefunden hat. Mein Bewusstsein für gesunde und ausgewogene Ernährung ist ein ganz anderes, ich gehe schon ganz anders einkaufen. Wir essen viel mehr Gemüse und achten auf mageres Fleisch. Durch die Volldiät in Stufe 1 zu Beginn habe ich das Gefühl, einen kleineren Magen zu haben. Dadurch spüre ich weniger Hunger und bin viel schneller satt als früher. Dennoch habe ich im Urlaub 1-2 Kilo zugenommen, die ich jetzt wieder mit Step 2 runterschaffe. Als Slimmer of the Year muss ich für das Fotoshooting und die große Convention ja in Topform sein :-) 

"Mir wurde erstmals klar, was ich so alles unbewusst in mich reinstopfe"

Mit meinem neuen Ernährungsbewusstsein wurde mir erstmal klar, was ich mir tagsüber so alles reinhaue. Vor allem an Süßigkeiten, die bei uns auf der Arbeit fast allgegenwärtig sind. Dort musste ich besonders harten Widerstand leisten, weil mir immer wieder etwas angeboten wurde.

Umso glücklicher bin ich, dass ich jetzt so fit und vital bin. Ich nehme die Treppen zum Büro mit einer Leichtigkeit, wo ich vorher fast ein Sauerstoffzelt brauchte, wenn ich im zweiten Stock angelangt war. Insgesamt bewege mich viel lieber und kann mit meinem Sohn aufs Trampolin, ohne dass ich von fremden Leuten auf die Gewichtsbegrenzung von 100 Kilo hingewiesen werde. Dass ich überhaupt mit meinem Sohnemann so viel machen und spielen kann ist einfach ein wahnsinnig gutes Gefühl. Mindestens genauso angenehm und motivierend sind aber auch direkte Komplimente, die ich immer wieder für meine Leistung erhalte. Der Sieg beim Slimmer of the Year war jetzt auch nochmal eine richtige Motivationsspritze und bestärkt mich, jetzt nicht wieder in alte Muster zu verfallen.

"Die größte Herausforderung ist die Psyche – aber du kannst sie austricksen"

 Dass ich den ganzen Weg gemeinsam mit meiner Frau gegangen bin, hat es mir definitiv erleichtert. Ohne sie wäre ich nicht da, wo ich jetzt bin. Es ist natürlich von Vorteil, wenn deine Partnerin das gleiche durchzieht und weiß, wie du dich fühlst und auch Rücksicht auf dich nimmt. Was nicht heißen soll, dass man zwingend eine Frau bzw. einen Partner braucht, um erfolgreich abzunehmen. 

Tim-Klumpe
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