Britische Ärzte empfehlen Abnehmprogramm

Münster, 13. Juni 2018. Eine aktuelle Studie aus Großbritannien zeigt, dass Menschen mit Übergewicht und Adipositas durch ein Mahlzeitenersatz-Programm deutlich mehr Gewicht abnehmen, als wenn sie die herkömmliche Therapie des britischen Nationalen Gesundheitsdienstes (NHS) erhalten. Da durch die Diät hohe Kosten für die Behandlung von Herz- und weiteren Folgeerkrankungen von Übergewicht eingespart werden, fordert Professor Anthony Leeds ein Umdenken im britischen Gesundheitswesen und die Übernahme der Kosten.

An der DROPLET Studie (Doctor Referral of Overweight People to Low Energy Treatment; zu Deutsch in etwa: Ärztliche Empfehlung übergewichtiger Menschen zu Niedrigenergie-Behandlung) nahmen 278 Erwachsene mit einem Body Mass Index (BMI) von 30 und mehr teil. Durchgeführt wurde die Studie von Professor Susan Jebb und Professor Paul Aveyard an der Universität Oxford. Die Studienteilnehmer waren zufällig ausgewählte Patienten verschiedener Allgemeinmediziner, die entweder eine Standard- Therapie oder ein Mahlzeitenersatz-Programm verschrieben bekamen. Die normale Therapie besteht aus Beratung zum Gewichtsmanagement und Unterstützung durch eine ausgebildete Diätassistentin. 

Beim Mahlzeitenersatz-Programm nahmen die Probanden die ersten acht Wochen maximal 800 Kalorien am Tag zu sich, bestehend aus vier Fertigmalzeiten. Daran schloss sich eine stufenweise Umstellung auf normale Ernährung an. Dabei erhielten die Patienten über weitere 24 Wochen ein Mahlzeitenersatzprodukt am Tag, um die Gewichterhaltung zu erleichtern. Ergänzend dazu fanden regelmäßig Eins-zu-Eins-Gespräche mit geschulten Beratern statt. Schwerpunkte dabei waren die vereinbarte Zielsetzung, Feedback, Problemlösung, Aufmunterung und Bestätigung sowie Vorbereitung auf die anschließende Gewichterhaltung.

Nach zwölf Monaten hatten knapp drei Viertel (73 Prozent) der Teilnehmer, die ein Abnehmprogramm erhielten, durchschnittlich 10,7 Kilogramm verloren. Diejenigen, die herkömmlich therapiert wurden, nahmen im gleichen Zeitraum lediglich 3,4 Kilo im Durchschnitt ab. 

Das in der Studie verwendete Abnehmprogramm stammt von Cambridge Weight Plan. Der dortige Ärztliche Direktor, Professor Anthony Leeds, sieht sich und sein Programm damit bestätigt: „Die Studie zeigt, dass diese Form der Gewichtsabnahme die Behandlung von Menschen mit Übergewicht und Folgeerkrankungen grundlegend verändern kann. Um sie sicher und erfolgreich anbieten zu können, benötigen wir eine gemeinschaftliche Zusammenarbeit von Ärzten und Krankenschwestern.“ Dazu sei ein Umdenken im staatlichen Gesundheitswesen von Großbritannien notwendig, wie Professor Leeds ergänzt: „Der Einsatz von Medikamenten wurde reduziert, wodurch wiederum die Kosten des Nationalen Gesundheitsdienstes NHS gesenkt werden konnten. Hier sprechen wir von einer langfristigen Kostenreduktion, da das Risiko von Herzerkrankungen und anderen Folgen von Übergewicht verringert wurde. Ich bin der Meinung, dass ein staatlicher Gesundheitsdienst, der sich der steigenden Kosten bewusst ist, die durch Diabetes und andere mit Übergewicht und Adipositas zusammenhängenden Krankheiten verursacht werden, dies schnellstmöglich anbieten sollte.“ 

Leeds verweist auf die zahlreichen Belege, die dokumentieren, dass das Mahlzeitenersatzprogramm von Cambridge Weight Plan konstant hohe Gewichtsverluste bringt und gut auf die anschließende Gewichtserhaltung vorbereitet: „Manche Menschen verändern sich weit über ihre Vorstellungskraft hinaus. Dabei verlieren sie nicht nur Gewicht, sondern gewinnen eine neue Lebensqualität.“ Besonders hervorzuheben sei die motivierende Wirkung durch die schnellen Gewichtsverluste. „Schon nach einer Woche fühlen sich die Menschen besser. Sie schlafen besser, bewegen sich leichter und haben weniger Schmerzen. Damit steigert sich die Lebensqualität bereits bei ein paar Kilo weniger“, sagt Leeds.

Auch Christopher McDermott, Geschäftsführer von Cambridge Weight Plan, sieht sich durch die DROPLET-Studie bestätigt: „Wir wussten bereits aus eigener Erfahrung, dass unsere Berater und unser Programm Menschen dabei exzellent unterstützt, ihr Gewicht zu reduzieren und anschließend zu halten. Aber bisher fehlte uns eine unabhängige, wissenschaftliche und medizinische Bestätigung dessen. Die haben wir nun durch DROPLET und ich hoffe, dass Ärzte dies künftig bei Patienten mit Übergewicht und Fettleibigkeit berücksichtigen.“ 

Gemma Cottingham, eine der zertifizierten CWP-Beraterinnen, betreute während der Studie 45 Probanden: „Alle haben erfolgreich abgenommen. Eine Dame hat über 48 Kilo geschafft. Durch den Gewichtsverlust ist sie ein neuer Mensch geworden.“ 

Emma Luff hat als Patientin an der Studie teilgenommen: „Ich habe vorher bereits zahlreiche Diäten ausprobiert, viele in Abstimmung mit meinem Arzt. Keine hat mir dauerhaft geholfen und ich nahm ständig weiter zu.“ Als sie mit dem Plan anfing, wog Luff 115 Kilo und trug Schwangerschaftsmode, weil sie am besten passte. Mit der Diät nahm sie 41 Kilo ab und wiegt heute 84 Kilo. „Ich war entzückt von der Einfachheit von Cambridge Weight Plan und sehr dankbar, dass ich es ausprobieren konnte.“ 

CEO-Chris-McDermott

„Wir wussten bereits vorher, wie gut unser Angebot hilft, aber uns fehlte eine unabhängige, wissenschaftliche und medizinische Bestätigung. Die haben wir nun und ich hoffe, dass Ärzte dies künftig bei Übergewicht und Fettleibigkeit berücksichtigen“, sagt Chris McDermott, Geschäftsführer von Cambridge Weight Plan.  

Tony Leeds

"Die Studie zeigt, dass diese Form der Gewichtsabnahme die Behandlung von Menschen mit Übergewicht und Folgeerkrankungen grundlegend verändern kann. Jetzt fehlt noch eine gemeinschaftliche Zusammenarbeit von Ärzten und Krankenschwestern“, sagt Tony Leeds, Ärztlicher Direktor bei Cambridge Weight Plan.  

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